Unter der HautZeitgenssische Knstler reagieren seit etwa einem Jahrzehnt sehr sensibel auf die Biowissenschaften, weil diese Fakten schaffen, die unsere Wahrnehmung, unsere Naturvorstellung und auch unser Menschenbild verndern. Sie verhalten sich weder wissenschaftsfeindlich noch wissenschaftsglubig, entwickeln vielmehr aus der Interaktion von Kunst und Wissenschaft neue Bilder vom Menschen. Es sind Bilder, die zugleich anziehen und abstoen, die deutlich erscheinen
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Zeitgenössische Künstler reagieren seit etwa einem Jahrzehnt sehr sensibel auf die Biowissenschaften, weil diese Fakten schaffen, die unsere Wahrnehmung, unsere Naturvorstellung und auch unser Menschenbild verändern. Sie verhalten sich weder wissenschaftsfeindlich noch wissenschaftsgläubig, entwickeln vielmehr aus der Interaktion von Kunst und Wissenschaft neue Bilder vom Menschen. Es sind Bilder, die zugleich anziehen und abstoßen, die deutlich erscheinen und doch verwirren, die unter die Haut gehen und unsere Selbstwahrnehmung irritieren. Sie konfrontieren uns mit einem sich wandelnden Selbstbild, machen uns dadurch aber auch mit ihm vertraut. Das Buch stellt Skulpturen, Installationen, Fotografien, Videos und elektronische Medien der neunziger Jahre vor, die im Zusammenhang stehen mit den Chancen, Methoden und Gefahren der modernen Biologie und Genetik. Es gliedert sich in die Kapitel »Der Körper als Fragment« mit Künstlern wie Jake & Dinos Chapman, Thomas Grünfeld oder Cindy Sherman; »Der Blick nach innen« mit Arbeiten von Ken Feingold, Oleg Kulik oder Tony Oursler und »Das Spiel mit dem Leben« mit den Künstlern Harald Fuchs und Via Lewandowsky. Ausstellung: Wilhelm Lehmbruck Museum, Duisburg 6.5.-17.6.2001