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Was ist GYEON Q²M Prep? Ein alkoholbasierter Lackentfetter von GYEON auf Isopropanol-Basis, der Polituröle, Wachsreste und Silikonrückstände rückstandsfrei entfernt — die Pflicht-Vorbereitung vor jeder Keramikversiegelung. Nicht geeignet als Allzweckreiniger oder für die Entfernung starker Verschmutzungen wie Teer oder Insektenreste.
GYEON Q²M Prep ist ein Lackentfetter von GYEON, der auf einer Formulierung aus 30–35 % Isopropanol, fettlösenden anionischen Tensiden und antistatischen Additiven basiert. Der Wirkstoff Isopropylalkohol löst Polituröle und Wachsreste chemisch von der Lackoberfläche und verdunstet anschließend rückstandsfrei.
Zurück bleibt eine absolut reine Oberfläche, auf der ein Keramik-Coating maximale Haftung aufbauen kann. Im Detailing-Workflow ist Q²M Prep der letzte Schritt vor der Coating-Applikation: das sogenannte IPA-Wiping, das jeder Coating-Hersteller als Pflichtschritt vorschreibt.
Praxistipp von Detailing1: Q²M Prep nie direkt auf den Lack sprühen — immer auf ein frisches, kurzfloriges Mikrofasertuch. Direktes Aufsprühen verteilt den gelösten Schmutz über die Oberfläche statt ihn aufzunehmen. Pro Lackpanel ein Tuch zum Auftragen und ein zweites, trockenes zum Nachwischen verwenden. Das Auftragstuch nach 2–3 Panels wechseln. Wer nur ein Tuch benutzt und in Kreisbewegungen wischt, schiebt Politurrückstände im Kreis — das Gegenteil von Entfetten.
Q²M Prep zeigt dir den echten Lackzustand nach der Politur. Polituröle aus Compound- und Polish-Stufen füllen Mikrokratzer und feine Hologramme optisch auf — der Lack sieht unter normaler Beleuchtung glatt und makellos aus. Ein einzelner Wischgang mit Q²M Prep entfernt diese optischen Füller und offenbart, was wirklich unter der Ölschicht liegt.
Dieser Kontrollschritt gehört nach jeder Polierstufe in den Workflow: Lackpolitur → Prep-Wisch → Kontrolle unter LED-Licht → Finish-Polish → Prep-Wisch → finale Kontrolle → Coating. Ohne diesen Zwischenschritt riskierst du, Defekte unter dem Coating einzuschließen.
Ein Keramik-Coating wie Q² Mohs EVO hält 36 Monate — und genauso lange sind dann auch die eingeschlossenen Hologramme sichtbar. Die Nacharbeit bedeutet: Coating abschleifen, komplett neu polieren, komplett neu beschichten. Der Kontrollwisch mit Prep dauert 30 Sekunden pro Panel und verhindert diesen Worst Case zuverlässig.
Für die Kontrolle brauchst du eine LED-Schwanenhalslampe oder eine starke Taschenlampe im flachen Winkel von etwa 15–20 Grad zur Oberfläche. Q²M Prep auf ein kurzfloriges Mikrofasertuch sprühen und in geraden Bahnen über das Panel wischen. Sofort unter dem Licht prüfen.
Gerade Bahnen sind entscheidend — keine Kreisbewegungen. Kreise verteilen die gelösten Rückstände auf der Oberfläche, statt sie ins Tuch aufzunehmen. Wenn du nach dem Wischen noch matte Stellen oder Schlieren siehst, ist die Oberfläche nicht sauber genug für das Coating. Ein zweiter Wischgang mit frischem Tuch schafft Abhilfe.
Q²M Prep ist für einen einzigen Zweck formuliert: die letzte Reinigungsstufe vor einer Beschichtung. Die Mischung aus 30–35 % Isopropanol und anionischen Tensiden ist auf Polituröle, Carnaubawachs und Silikonrückstände aus Sprühversiegelungen kalibriert. Der Flammpunkt liegt bei über 65 °C — damit ist Q²M Prep kein Gefahrgut im Versand und in der Lagerung unkritisch.
Das Orangenöl in der Formulierung (unter 1 % Anteil) dient als Duftstoff — Q²M Prep riecht angenehm mild statt nach reinem Alkohol, was besonders beim Arbeiten in geschlossenen Garagen relevant ist. Die Farbe der Flüssigkeit ist leicht rosa, sodass du sofort erkennst wo du bereits gewischt hast und wo nicht.
Reiner Isopropanol (100 % IPA) wäre keine gleichwertige Alternative. Er verdunstet in Sekunden — zu schnell, um Politurrückstände zuverlässig zu lösen. Die Tenside in Q²M Prep übernehmen die eigentliche Schwerstarbeit: Sie umschließen Ölmoleküle (Emulgierung) und lösen sie von der Lackoberfläche.
Der Isopropanol dient als Lösungsmittel für Wachse und Silikone, die Tenside allein nicht aufbrechen können. Zusammen decken beide Wirkmechanismen das gesamte Rückstandsspektrum ab. Die kalibrierte Formulierung gibt dir 15–30 Sekunden Arbeitszeit auf der Oberfläche, bevor das Produkt verdunstet — genug zum Wischen, zu wenig für Lackschäden.
Wo Q²M Prep nicht das richtige Produkt ist: Teer und Bitumenflecken erfordern einen lösungsmittelbasierten Teerentferner. Insektenreste brauchen alkalische Reiniger. Starke Fettverschmutzungen aus der Waschphase gehören zu den Degrease Tabs, nicht zum Finish-Entfetter.
Q²M Prep ersetzt keinen Reiniger — er kommt nach der Reinigung, nach der Dekontamination und nach der Politur. Seine Aufgabe ist ausschließlich die letzte Entfettungsstufe. Auf unbehandeltem, mattem Aluminium oder eloxiertem Metall vorher an einer verdeckten Stelle testen: Die Tenside können auf rauen, offenporigen Oberflächen Streifen hinterlassen, die sich schwer entfernen lassen. Auch auf frisch gewachsten Oberflächen ist Q²M Prep unnötig — wer wachst, will ja gerade eine Schutzschicht aufbauen, nicht entfernen.
Für ein komplettes Fahrzeug der Mittelklasse brauchst du etwa 150 ml Q²M Prep — bei einem SUV oder Van bis zu 200 ml. Die 500-ml-Sprühflasche reicht damit für 2–3 komplette Fahrzeuge, die 1-Liter-Flasche für 5–6 und der 4-Liter-Kanister für rund 25 Fahrzeuge im Werkstatt-Einsatz. Der Literpreis sinkt von 32 € bei der 500-ml-Flasche auf 20 € beim Kanister — wer regelmäßig Coatings aufträgt, greift direkt zum großen Gebinde und füllt in eine Sprühflasche um.
Q²M Prep ist nicht nur für Lack geeignet. Vor Keramikversiegelungen auf Lack ist er der Standard, aber er funktioniert genauso vor Felgen-Coatings, Glasversiegelungen, Leder-Coatings und PPF-Beschichtungen. Überall wo eine Beschichtung chemisch mit der Oberfläche reagieren soll, muss diese Oberfläche vorher fettfrei sein.
Als vollständiges Vorbereitungspaket kombinierst du die Degrease Tabs in der Waschphase als Basisentfettung mit Q²M Prep als finales IPA-Wiping direkt vor dem Coating — zwei Stufen, die sich nicht ersetzen, sondern ergänzen. Die Degrease Tabs lösen grobe Fettfilme wasserbassiert, Q²M Prep entfernt die letzten Mikro-Rückstände alkoholbasiert. Zusammen garantieren sie eine Oberfläche, an der ein Coating nichts zu beanstanden hat.
Für Einsteiger, die ihr erstes Keramik-Coating auftragen: Q²M Prep in der 500-ml-Sprühflasche kaufen und ein Paket kurzflorige Mikrofasertücher dazulegen. Panel für Panel durcharbeiten, nicht am Tuch sparen, und nach jedem Panel unter LED-Licht kontrollieren.
Die 500-ml-Flasche reicht für die ersten zwei bis drei Fahrzeuge — danach weißt du, ob du beim 4-Liter-Kanister landest oder ob die 1-Liter-Flasche dein Format ist. Wer nur einmal im Jahr beschichtet, ist mit der kleinen Flasche bestens bedient. Profis und Aufbereiter, die wöchentlich Coatings auftragen, greifen direkt zum Kanister — bei 25 Fahrzeugen pro Kanister und einem Literpreis von 20 € ist das die wirtschaftlichste Option im Detailing-Alltag.
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